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Tipps & Tricks

16. Feb. 2026

Digitalisierungsstrategie 2026: Was Arztpraxen jetzt wissen müssen

martina-jameda-redaktion

Martina | Jameda Redaktion

Das Gesundheitsministerium hat ihre Digitalisierungsstrategie für das Gesundheitswesen "Gemeinsam Digital 2026" im Februar 2026 veröffentlicht. Diese beinhaltet kurz- mittel-, und langfristige Maßnahmen zur Entlastung von Medizin und Pflege durch die Digitalisierung und den Einsatz von KI. Doch was bedeutet das konkret für Ihren Praxisalltag?

Die Strategie: Weg vom Papier, hin zur intelligenten Datennutzung

Datenqualität ist das zentrale Thema des Strategiepapiers. Aktuell existieren Gesundheitsdaten fragmentiert und unstrukturiert - als handschriftliche Notizen, Freitexte oder Papierbefunde. Daher steht im Zentrum der Strategie eine Erkenntnis: Moderne Patientenversorgung braucht vernetzte, strukturierte Daten.

Menschenzentriert und digitalisiert

Die Vision für 2030 zielt daher auf ein „menschenzentriertes, digital gestütztes Ökosystem“. Dazu gehört, dass Daten in möglichst strukturierter Form erhoben werden müssen. So kann die Technik im Hintergrund wiederkehrende, administrative Aufgaben erledigen – und die Menschen unterstützen und entlasten.

Konkrete Auswirkungen für Ihre Praxis

Für Ihre Praxis heißt das: Es geht nicht um eine einzelne Anwendung, sondern um ein Paket an Veränderungen, die zusammenwirken:

  • Verwaltungs- und Versorgungsprozesse sollen digital neu gedacht werden.
  • Daten sollen strukturierter vorliegen, damit sie sinnvoll nutzbar werden.
  • Infrastruktur, Interoperabilität und Sicherheit werden zur Grundvoraussetzung.
  • KI soll dort in der Fläche zum Einsatz kommen, wo sie Qualität erhöht oder den Verwaltungsaufwand reduziert.

In diesem Artikel erläutern wir Ihnen die wichtigsten Inhalte der Strategie und erläutern Maßnahmen, die Sie bereits heute vornehmen können, um Ihre Praxis fit für die digitale Zukunft zu machen. 

Artikelinhalte

  1. Was umfasst die Digitalisierungsstrategie des Gesundheitsministeriums?
  2. Welche Rolle spielt KI und die KI-Dokumentation in der Strategie?

  3. Welche Maßnahmen betreffen Ihren Praxisalltag direkt?
  4. Fazit: Die Digitalisierung ist Teil der medizinischen Zukunft 

Die KI-gestützte Dokumentation soll zum Standard in der Gesundheits- und Pflegeversorgung werden; mehr als 70 Prozent der Einrichtungen sollen diese 2028 aktiv nutzen. (6)

Was umfasst die Digitalisierungsstrategie des Gesundheitsministeriums?

Digital, strukturiert und vernetzt so soll das Gesundheitssystem von Morgen in Deutschland aussehen. Um dies zu erreichen, hat das Gesundheitsministerium kurz-, mittel-, und langfristige Ziele in drei Haupthandlungsfeldern etabliert. Dabei befinden wir uns schon mitten in einem Veränderungsprozess, der die Bedeutung von Technologie, digitaler Datenverarbeitung und Künstlicher Intelligenz ganz neu definiert. 

Die Maßnahmen sind den drei etablierten Handlungsfeldern der Digitalisierungsstrategie „Gemeinsam Digital“ zugeordnet:

Handlungsfeld 1: "Etablierung personenzentrierter und digital unterstützter sektoren- und professionsübergreifender Versorgungsprozesse"

  • Digitale Prozesse werden zum Standard

    • E-Rezept, elektronische Patientenakte (ePA), digitale Überweisungen und 100 % elektronische Arztbriefe ab 2027 sollen Medienbrüche beenden und sektorenübergreifende Versorgung ermöglichen.

  • Vernetzung zwischen Leistungserbringenden

    • Informationen sollen systemübergreifend und interoperabel ausgetauscht werden – direkt aus Praxisverwaltungssystemen heraus. Ziel ist eine durchgängige digitale Kommunikation ohne Parallelprozesse.

  • KI zur Entlastung im Versorgungsalltag

    • KI-gestützte Dokumentation und Entscheidungsunterstützung sollen administrative Aufgaben reduzieren und Versorgungsqualität verbessern – bei klarer ärztlicher Verantwortung.

Handlungsfeld 2: "Generierung und Nutzung qualitativ hochwertiger Daten für eine bessere Versorgung und Forschung"

  • Daten-Silos aufbrechen

    • Gesundheitsdaten sollen nicht länger isoliert vorliegen. Durch Vernetzung von ePA, Routinedaten und Registern entsteht eine nutzbare Datenbasis für Versorgung und Forschung.
  • Strukturierung und Standardisierung vorantreiben

    • Verbindliche internationale Standards (z. B. FHIR) und strukturierte Datenerfassung sind Voraussetzung für Interoperabilität, Weiterverarbeitung und KI-Anwendungen.
  • KI-unterstützte Datenaufbereitung nutzen

    • Während neue Daten möglichst strukturiert erhoben werden sollen, soll Künstliche Intelligenz dabei helfen, bereits vorhandene unstrukturierte Daten aufzubereiten und für medizinische Anwendungen verfügbar zu machen.

Handlungsfeld 3: "Nutzenorientierte Technologien und Anwendungen"

  • Stabile Telematikinfrastruktur als Fundament

    • Eine gute Telematikinfrastruktur ist für eine flächendeckende digitale Versorgung essenziell. Die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung und Modernisierung der TI bildet die Grundvoraussetzung für alle digitalen Anwendungen.

    • Schon gewusst? jameda bietet die Online-Terminvergabe, sowie Videosprechstunden, die direkt mit dem Dokumentationsassistenten verwendet werden kann.

  • ePA als zentrale Gesundheitsplattform

    • Die „ePA für alle" wird zum Dreh- und Angelpunkt der Versorgung ausgebaut. Durch beschleunigte Prozesse entstehen schneller spürbare Mehrwerte für Versicherte und Leistungserbringer. Dabei steht vor allem die Interoperabilität der Systeme im Vordergrund, um strukturierte Daten in Echtzeit austauschen zu können. 

  • Rechtssicherer und akzeptierter KI-Einsatz

    • Durch KI-Reallabore, regulatorische Leitlinien und Kompetenzzentren soll der Einsatz von KI-Anwendungen gefördert werden. Bürokratische Hürden werden abgebaut und Prozesse geschaffen, die eine rechtssichere und praxistaugliche Anwendung von KI fördern.

Die KI-gestützte Dokumentation soll zum Standard in der Gesundheits- und Pflegeversorgung werden; mehr als 70 Prozent der Einrichtungen sollen diese 2028 aktiv nutzen. (5)

Welche Rolle spielt KI und die KI-Dokumentation in der Strategie?

Künstliche Intelligenz entwickelt sich vom Hilfswerkzeug zum unverzichtbaren Partner im Gesundheitswesen. Während KI heute bereits erfolgreich in Radiologie, Pathologie und Pflege-Monitoring assistiert, wird sie künftig ein integrierter Bestandteil in der elektronischen Patientenakte. Ab 2027 werden Arztbriefe zu 100% digital übermittelt. Bis 2028 entstehen einheitliche Standards für KI-Anwendungen.

Entscheidend bleibt dabei: KI ergänzt ärztliche Kompetenz, ersetzt sie aber nie. Nur durch transparente Dokumentation und klare rechtliche Regelungen wird KI zum vertrauenswürdigen Begleiter für bessere Gesundheitsversorgung.

Die KI-gestützte Dokumentation soll zum Standard in der Gesundheits- und Pflegeversorgung werden; mehr als 70 Prozent der Einrichtungen sollen diese 2028 aktiv nutzen. (8)

Welche Maßnahmen betreffen Ihren Praxisalltag direkt?

Digitale Arztbriefe werden Pflicht
Ab Ende 2027 müssen 100 % der Arztbriefe elektronisch zwischen Leistungserbringenden übermittelt werden. Das bedeutet für Ihre Praxis: Papierbriefe gehören der Vergangenheit an, die digitale Kommunikation wird zur Pflicht.

    • Schon gewusst? Noa Notes ist ein Dokumentationsassistent, der nicht nur eine strukturierte Dokumentation Ihren Patientengesprächs erstellt, sondern Sie können daraus auch direkt Arztbriefe oder Befundberichte generieren. Und das in nur wenigen Sekunden.

KI-gestützte Dokumentation wird zum Standard
Bis 2028 sollen mindestens 70% der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen die KI-gestützte Dokumentation aktiv nutzen.

    • Mit Noa Notes können Sie Ihrer Dokumentation bereits heute automatisieren und damit auch den Anforderungen der strukturierten Datenaufbereitung gerecht werden.

Information für Patientinnen und Patienten
KI kann medizinische und pflegerische Inhalte strukturieren und Befunde, Therapieoptionen oder Risiken in verständliche Sprache oder Fremdsprachen übersetzen und dadurch die Aufklärung erleichtern.

    • Mehrsprachig? Noa Notes kann Ihr Patientengespräch in einer Fremdsprache aufzeichnen und anschließend in einer übersetzten Dokumentation ablegen, oder einen fremdsprachigen Bericht aus Ihrer Dokumentation erstellen. Das ermöglicht Ihnen optimale Abläufe in Ihren Praxisprozessen und transparente Kommunikation an Ihre Patienten, ohne zeitlichen Mehraufwand.

Verbindlichere Interoperabilität zwischen Systemen
Eine verbindliche Interoperabilitäts-Roadmap schafft system- und sektorenübergreifende Standards – so wird die Übertragung klinischer Daten in die ePA beschleunigt, wo sie möglichst strukturiert und in Echtzeit verfügbar werden. Bei unstrukturierten Daten übernimmt KI die Auswertung und macht diese für medizinische Anwendungen nutzbar. Das Ergebnis: Ein durchgängig vernetztes Gesundheitssystem mit einheitlichen Standards.

    • Noa Connect: Noa bietet die Möglichkeit, die KI-Dokumentation direkt in Ihr PVS zu integrieren. So können strukturierte Informationen aus Ihren Patientengesprächen direkt in Ihr PVS übertragen werden - ohne Systemwechsel. Dadurch sind alle Informationen aus der Dokumentation ohne zusätzliche Arbeitsschritte direkt in Ihrem PVS verfügbar.
Die KI-gestützte Dokumentation soll zum Standard in der Gesundheits- und Pflegeversorgung werden; mehr als 70 Prozent der Einrichtungen sollen diese 2028 aktiv nutzen. (7)

Fazit: Die Digitalisierung ist Teil der medizinischen Zukunft

Die Digitalisierungsstrategie „Gemeinsam Digital 2026" ist mehr als nur ein politisches Programm – sie definiert konkrete Veränderungen für Ihren Praxisalltag. Bis 2027 werden digitale Arztbriefe zur Pflicht, bis 2028 soll KI-gestützte Dokumentation zum Standard werden und langfristig entsteht ein vollständig vernetztes Gesundheitsökosystem rund um die ePA.

Die wichtigste Erkenntnis: Der Wandel ist bereits in vollem Gange. Wer jetzt auf moderne, digitale Lösungen setzt, ist für die kommenden Anforderungen optimal gerüstet. KI wird dabei nicht zum Ersatz ärztlicher Kompetenz, sondern Ihr intelligenter Partner, der Ihnen das Mitschreiben abnimmt,  Daten strukturiert und mehr Zeit für das Wesentliche schafft: die Patientenversorgung.

Unser Tipp: Nutzen Sie bereits heute Tools wie Noa Notes, um sich schrittweise an die digitale Zukunft anzupassen. Denn eines ist sicher: Das Gesundheitswesen wird digital, vernetzt und KI-unterstützt – die Frage ist nicht ob, sondern wie schnell Sie den Anschluss schaffen. 

Die Digitalisierung ist Teil der medizinischen Zukunft. Wir unterstützen Sie mit jameda und Noa Notes dabei, diese aktiv mitzugestalten.

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