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Zuletzt aktualisiert 24. Aug. 2026

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5 Minuten

60-Stunden-Woche als Arzt: Wo die Zeit wirklich hingeht

martina-jameda-redaktion

Martina | Jameda Redaktion

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Fragen Sie eine niedergelassene Ärztin, ob ihr Alltag einer 60-Stunden-Woche entspricht, und die Antwort kommt ohne Zögern. Fragen Sie, wie viele dieser Stunden tatsächlich am Patienten stattfinden, und die Antwort wird vager. Die öffentliche Debatte dreht sich überwiegend um die Frage, ob diese Arbeitszeit erlaubt ist, nicht darum, welcher Teil sich verändern lässt. Genau diese Frage beantwortet Noa Notes mit konkreten Zahlen aus dem Praxisalltag. Jetzt kostenlose Demo anfragen.

Das Thema kurz und kompakt

  • Realitätscheck: Niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte arbeiten im Schnitt rund 52 Wochenstunden, niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte etwa 50, eine andere Zahl als die politisch diskutierte 60-Stunden-Grenze für angestellte Klinikärzte.
  • Der unsichtbare Block: Rund ein Drittel dieser Zeit hat keinen direkten Patientenkontakt, sondern entfällt auf Dokumentation, Arztbriefe und Praxismanagement.
  • Nicht alles ist gleich veränderbar: Patientengespräche und Untersuchungen lassen sich nicht kürzen, der größte Einzelblock innerhalb der Verwaltungszeit, die tägliche Dokumentation, dagegen schon.
  • Noa Notes als Hebel: Noa Notes reduziert die tägliche Dokumentationszeit um bis zu 75 %, von 93 bis 120 Minuten auf rund 25 Minuten.
 
 
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60-Stunden-Woche als Arzt: Wie viele Stunden arbeiten niedergelassene Ärzte wirklich?

Wer über die 60-Stunden-Woche als Arzt spricht, meint in den meisten Fällen angestellte Klinikärzte und die sogenannte Opt-out-Regelung nach § 7 Abs. 1 ArbZG, die die reguläre Wochenarbeitszeit von 48 auf bis zu 60 Stunden verlängert. Für niedergelassene Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber gilt dieses Konstrukt nicht. Ihre Arbeitszeit ist eine andere Größe mit einer anderen Realität.

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Niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte kamen zuletzt laut praktischArzt auf durchschnittlich knapp 52 Wochenstunden. Niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte arbeiten im Schnitt 50 Stunden pro Woche und behandeln dabei 38 Patientinnen und Patienten täglich. Beide Werte liegen unterhalb der öffentlich diskutierten 60-Stunden-Marke, und doch fühlt sich die Woche für viele genauso lang an.

Unterschied zum Klinikarzt: Warum die 60-Stunden-Debatte meist am falschen Ort ansetzt

Selbst innerhalb der niedergelassenen Medizin schwankt die Wochenarbeitszeit erheblich. Kardiologinnen und Kardiologen sowie Nuklearmedizinerinnen und Nuklearmediziner berichten laut praktischArzt von bis zu 57 Wochenstunden, Augenärztinnen und Augenärzte von rund 47. Eine einzelne Zahl beschreibt die Realität also nur ungenau. Entscheidender ist, was hinter der jeweiligen Zahl steckt: Ein erheblicher Teil davon findet ohne direkten Patientenkontakt statt, unabhängig vom Fachgebiet.

Die Arbeitswoche im Detail: Wohin die Zeit wirklich fließt

Eine Woche mit 50 bis 52 Stunden lässt sich in klar unterscheidbare Blöcke zerlegen. Diese Aufschlüsselung zeigt, dass Verwaltung und Dokumentation kein diffuser Restposten sind, sondern ein messbarer, eigenständiger Teil der Arbeitszeit.

Tätigkeit Anteil an der Arbeitswoche
Direkter Patientenkontakt rund zwei Drittel
Dokumentation, Arztbriefe, Fallbesprechungen rund 14 von 51,5 Wochenstunden
Praxismanagement und Fortbildung im verbleibenden Drittel enthalten

Diese rund 14 Stunden pro Woche ohne direkten Patientenkontakt sind kein einheitlicher Block. Sie stapeln sich aus mehreren Verpflichtungen: der laufenden Dokumentation im Tagesgeschäft, jährlichen Bürokratiepflichten wie Abrechnung und Berichtswesen sowie punktueller Verwaltungsarbeit. Auf das Jahr gerechnet, kommen niedergelassene Praxen laut dem Bürokratieindex der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Fachhochschule des Mittelstands auf 61 volle Tage allein für Papierkram, zusätzlich zur medizinischen Kernaufgabe.

Der größte Einzelblock: die tägliche Dokumentation

Von der Wochen- und Jahresansicht lohnt sich der Blick auf den größten einzelnen Tagesblock: die Dokumentation. Laut einer Erhebung der Universitätsmedizin Rostock investieren Ärztinnen und Ärzte im Durchschnitt 93,1 Minuten pro Tag in die Dokumentation, in der Inneren Medizin steigt dieser Wert auf bis zu 120 Minuten. Dieselbe Zahl liegt auch anderen Betrachtungen zur Feierabend-Dokumentation zugrunde, hier zählt sie jedoch als ein Baustein des gesamten Wochenbudgets, nicht als eigenständige Schlagzeile.

Die Belastung, die dahintersteckt, ist messbar: 91 % der niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzte fühlen sich laut einer Civey-Umfrage im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung durch bürokratische Aufgaben überlastet, 61 % denken deshalb über einen früheren Ruhestand nach. Damit stellt sich die Frage, ob die Dokumentation tatsächlich der eine Block ist, der sich in der 50- bis 52-Stunden-Woche gezielt angehen lässt.

Welcher Teil der Arbeitszeit lässt sich wirklich verändern?

Nicht jeder Block der Arbeitswoche lässt sich gleich behandeln. Die folgende Einordnung zeigt, welche Faktoren fix sind und welcher sich tatsächlich verändern lässt:

  • Patientengespräche: nicht reduzierbar, ohne die Versorgungsqualität zu senken.
  • Untersuchungen und Befunderhebung: ebenfalls fester Bestandteil der medizinischen Kernaufgabe, nicht komprimierbar.
  • Tägliche Dokumentation: reduzierbar, weil es um das Wie der Erfassung geht, nicht um das Ob. Genau das macht sie zum einzigen Block der Arbeitswoche, der sich verändern lässt, ohne an der eigentlichen medizinischen Arbeit zu kürzen.

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Ärztinnen und Ärzte selbst ziehen diese Trennlinie bereits. In einer Umfrage im Auftrag von Jameda, unabhängig bestätigt vom Deutschen Ärzteblatt erwarten sich 52,5 % der Befragten den größten Nutzen von digitaler Unterstützung bei der Patientendokumentation, nur 35,9 % sehen den größten Nutzen bei Diagnose- oder Therapieentscheidungen. Damit setzen sie selbst eine klare Priorität: Der Hebel liegt bei der Dokumentation, nicht bei der medizinischen Entscheidung selbst.

Wie Noa Notes die Dokumentationszeit von 93 auf 25 Minuten senkt

Diesen veränderbaren Block adressiert Noa Notes direkt: Statt nach dem Gespräch oder abends zu dokumentieren, transkribiert Noa Notes das Patientengespräch in Echtzeit und strukturiert es automatisch in Anamnese, Befund, Diagnose und Therapieplan. Die Dokumentation entsteht während der Konsultation, nicht danach.

Der Effekt lässt sich direkt an die vorangegangene Rechnung anschließen: Aus 93 bis 120 Minuten täglicher Dokumentationszeit werden mit Noa Notes im Schnitt rund 25 Minuten, eine Reduktion von bis zu 75 %. Auf eine Praxis mit 35 Konsultationen pro Tag gerechnet, sind das 88 Minuten am Tag, die zurückgewonnen werden, hochgerechnet 352 Stunden im Jahr oder 9 volle Arbeitswochen. Über 2.000 Ärztinnen und Ärzte nutzen Noa Notes bereits in ihrem Praxisalltag.

Dabei bleibt die ärztliche Kontrolle vollständig erhalten: Sie prüfen das Ergebnis und geben es frei, bevor es in die Patientenakte eingeht. Noa Notes erstellt den Dokumentationsentwurf, die medizinische Entscheidung bleibt bei Ihnen.

Die 60-Stunden-Woche ist kein Naturgesetz, aber die Dokumentation ist ihr größter Hebel

Die 50 bis 60 Stunden einer ärztlichen Arbeitswoche sind real, ob niedergelassen oder angestellt. Sie sind aber kein undifferenzierter Block: Patientenkontakt, Dokumentation, Praxismanagement und Bürokratie lassen sich einzeln benennen und einzeln bewerten. Von allen diesen Teilen ist die Dokumentation der größte Einzelposten, der sich verändern lässt, ohne die Behandlungsqualität zu senken.

Noa Notes senkt die tägliche Dokumentationszeit unter anderem durch:

  • 75 % weniger Dokumentationszeit: von rund 93 bis 120 Minuten auf etwa 25 Minuten täglich.
  • 352 Stunden pro Jahr zurückgewonnen: entspricht 9 vollen Arbeitswochen bei einer Praxis mit 35 Konsultationen pro Tag.
  • Echtzeit-Transkription während des Gesprächs statt Dokumentation danach oder abends.
  • Automatische Strukturierung in Anamnese, Befund, Diagnose und Therapieplan.
  • Nahtlose PVS-Integration (Praxisverwaltungssystem) ohne Medienbruch in Ihr bestehendes System.
  • Noa Evidence als eigenständiges, kostenloses Zusatzprodukt für eine besser abgesicherte medizinische Entscheidung.

Die Verarbeitung erfolgt dabei nach den Datenschutzstandards von Jameda, mit Servern in Frankfurt und ISO/IEC-27001-Zertifizierung. Die Einrichtung ist in der Regel innerhalb von 45 Minuten abgeschlossen. Diese Zeit fließt zurück in die Patientenversorgung oder in einen pünktlichen Feierabend.

FAQ

Wie viele Stunden arbeiten niedergelassene Ärzte tatsächlich pro Woche?

Niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte arbeiten im Schnitt knapp 52 Stunden pro Woche, niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte rund 50 Stunden. Diese Werte unterscheiden sich von der öffentlich diskutierten 60-Stunden-Grenze, die sich auf die Opt-out-Regelung für angestellte Klinikärzte nach § 7 ArbZG bezieht und für die eigene Praxis nicht gilt.

Welcher Anteil der Arbeitszeit von Hausärzten entfällt auf Dokumentation und Verwaltung?

Rund ein Drittel der Arbeitszeit niedergelassener Ärztinnen und Ärzte entfällt auf Tätigkeiten ohne direkten Patientenkontakt, das sind etwa 14 von 51,5 Wochenstunden. Ein wesentlicher Teil davon ist die tägliche Dokumentation, die laut einer Erhebung der Universitätsmedizin Rostock durchschnittlich 93,1 Minuten pro Tag beansprucht, in der Inneren Medizin bis zu 120 Minuten.

Lässt sich die Dokumentationszeit in der Arztpraxis reduzieren, ohne die Behandlungsqualität zu senken?

Der Zeitpunkt der Dokumentation entscheidet über den Zeitaufwand, nicht die Menge der erfassten Information. Wird eine Information direkt während des Patientengesprächs erfasst statt danach oder abends, sinkt der Zeitaufwand deutlich, ohne dass Anamnese, Befund, Diagnose oder Therapieplan an Vollständigkeit verlieren.

Warum verschiebt sich ärztliche Dokumentation bei niedergelassenen Ärzten häufig auf den Abend?

Bei vollem Terminplan bleibt zwischen den Konsultationen oft kein Zeitfenster für ausführliche Notizen. Die Dokumentation rutscht dann dorthin, wo im Tagesablauf noch Platz ist, meist an den Abend. Das ist kein Disziplinproblem, sondern eine Folge des Praxisalltags, die sich durch eine andere Zeitstruktur der Dokumentation auflösen lässt.

Wie viel Zeit können niedergelassene Ärzte durch digitale Dokumentationsunterstützung im Jahr zurückgewinnen?

Wird die tägliche Dokumentationszeit um bis zu 75 % reduziert, etwa von rund 93 bis 120 Minuten auf 25 Minuten, summiert sich das bei einer Praxis mit 35 Konsultationen pro Tag auf 352 Stunden oder 9 volle Arbeitswochen pro Jahr. Diese Zeit fließt zurück in die Patientenversorgung, in kürzere Wartezeiten oder in einen pünktlicheren Feierabend.

Martina | Jameda Redaktion

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