Zurück zum Anfang
Blog
Tipps

Zuletzt aktualisiert 28. Sept. 2026

|

5 Minuten

KI im Behandlungszimmer: Wie Sie es Ihren Patientinnen und Patienten erklären

martina-jameda-redaktion

Martina | Jameda Redaktion

Wie-Sie-Patienten-erklären-dass-KI-im-Behandlungszimmer-ist-Titelbild-Noanotes

Um 8:03 Uhr, kurz vor dem ersten Patientengespräch des Tages, öffnet eine Ärztin zum ersten Mal die Noa-Notes-App und zögert kurz: Was sagt sie, wenn der Patient das kleine Mikrofonsymbol auf dem Bildschirm bemerkt? Genau diese Unsicherheit ist der eigentliche Stolperstein bei der Einführung eines KI-Dokumentationsassistenten, nicht die Reaktion der Patientinnen und Patienten selbst. Wer weiß, wie er die KI im Behandlungszimmer erklärt, verliert kein Vertrauen, sondern gewinnt es, wie es bereits über 2.000 Ärztinnen und Ärzte mit Noa Notes vormachen.

 
 
 
Interaktive Demo
Dokumentation mit Noa Notes – sehen Sie selbst, was möglich ist

Wählen Sie Ihre Fachrichtung und einen Dokumentationstyp – und erleben Sie live, wie Noa Notes Ihren Praxisalltag verändert.

1
Fachrichtung
 
2
Dokumenttyp
 
3
Vergleich
Welche Fachrichtung praktizieren Sie?
 

Das Thema kurz und kompakt

  • Ablehnung ist die Ausnahme: Laut einer Civey-Umfrage im Auftrag von jameda lehnen nur noch 20 % der Befragten KI in der medizinischen Versorgung grundsätzlich ab.
  • Eine mündliche Erklärung genügt: Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung reicht ein kurzer mündlicher Hinweis zu Gesprächsbeginn aus, ein eigenes Formular ist nicht nötig.
  • Dokumentation, nicht Diagnose: 42,8 % der Patienten befürworten KI bei der Dokumentation, aber nur 31,2 % bei Diagnose- und Therapieentscheidungen, die Abgrenzung ist Ihr stärkstes Argument.
  • Fertiges Skript inklusive: Noa Notes liefert nicht nur die Dokumentationslösung, sondern auch ein Muster-Skript und Datenschutz-Argumente für das Patientengespräch, jetzt kostenlos testen.

Warum die Erklärung schwerer wirkt, als sie ist

In den meisten Praxen sieht der Alltag so aus: Der Arzt blickt während des Gesprächs überwiegend auf den Bildschirm und tippt mit, während der Patient gegenübersitzt. Laut der AOK fühlen sich Patientinnen und Patienten dadurch oft weniger wahrgenommen, ein zugewandter, vertrauensvoller Austausch wird schwieriger. Für die Erklärung eines KI-Assistenten bleiben in der Realität oft nur 30 bis 60 Sekunden Zeit, und genau diese Kürze macht viele Ärztinnen und Ärzte unsicher. Der Unterschied zeigt sich am deutlichsten im direkten Vergleich:

Ohne KI-Dokumentation Mit KI-Dokumentation
Blick meist auf den Bildschirm gerichtet Blick beim Patienten, Noa Notes läuft im Hintergrund mit
Patient fühlt sich oft weniger wahrgenommen Mehr Aufmerksamkeit und Blickkontakt im Gespräch
Erklärung wirkt spontan und unsicher Vorbereiteter Satz schafft Sicherheit

Die eigentliche Sorge liegt dabei selten bei der erwarteten Patientenreaktion. Sie liegt in der eigenen Unsicherheit, die richtigen Worte zu finden. Die meisten Ablehnungen entstehen nicht durch das Tool selbst, sondern durch eine unklare oder zu technische Formulierung im Gespräch.

Diese Parallele zeigt sich auch bei Ärztinnen und Ärzten selbst. Dr. Johann Arens, Facharzt für Allgemeinmedizin und MVZ-Gründer, beschreibt seine anfängliche Haltung gegenüber Noa Notes so: „Zuerst waren wir skeptisch, aber die Systematik und Vollständigkeit der Zusammenfassung hat uns ein Lächeln ins Gesicht gezaubert", berichtet er im Interview mit ARZT & WIRTSCHAFT. Wer selbst skeptisch war und überzeugt wurde, kann diese Erfahrung auch glaubwürdig an seine Patientinnen und Patienten weitergeben.

Was Patientinnen und Patienten wirklich über KI in der Praxis denken

Die eingangs zitierte Civey-Umfrage im Auftrag von jameda befragte 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sowie 200 Ärztinnen und Ärzte und liefert ein differenziertes Bild:

  • 60 % der Patienten erwarten, dass ihnen ein KI-Assistent mehr Zeit in der Sprechstunde verschafft, das ist keine Sorge, sondern eine konkrete Erwartung.
  • 42,8 % befürworten KI bei der Dokumentation, deutlich mehr als die 31,2 % bei Diagnose- und Therapieentscheidungen.
  • 70,1 % der von Stanford Health Care befragten Patientinnen und Patienten fanden einen KI-Dokumentationsassistenten im Gespräch hilfreich, 73,6 % wollten ihn künftig wieder nutzen.
  • In einer Befragung britischer Hausärztinnen und Hausärzte wendeten 80 % der Nutzer weniger Zeit für die Dokumentation auf, 70 % empfanden eine geringere kognitive Belastung.

Die Abstufung zwischen Dokumentation und Diagnose ist der eigentliche Kommunikationshebel: Beides sind für Patientinnen und Patienten zwei völlig unterschiedliche Dinge. Die internationalen Zahlen sind nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar, bestätigen aber, dass Transparenz über den KI-Einsatz nicht automatisch zu Ablehnung führt.

Die 30-Sekunden-Erklärung

Eine gute mündliche Einleitung braucht nicht mehr als vier Bausteine:

  1. Das Werkzeug beim Namen nennen.
  2. Den Zweck erklären: mehr Aufmerksamkeit für den Patienten statt Bildschirmzeit.
  3. Die ärztliche Prüfpflicht benennen.
  4. Die Ablehnungsoption transparent machen.

Aus dem offiziellen Compliance-FAQ von Jameda stammt eine Formulierung, die genau das leistet: „Zur Erinnerung: Ich werde unser Gespräch mit Noa Notes aufzeichnen, einem KI-Tool, das mir hilft, Notizen zu machen und unser Gespräch zusammenzufassen, damit ich mich besser auf Sie als Patienten konzentrieren kann." Dieser Satz lässt sich direkt übernehmen. Rechtlich ist diese kurze mündliche Information ausreichend, die Kassenärztliche Bundesvereinigung stellt klar: Ein gesondertes Formular ist nicht erforderlich.

KI-im-Behandlungszimmer-Die-30-Sekunden-Erklärung-noanotes

Experten-Tipp
 
Martina, Jameda Redaktion
Martina
Jameda Redaktion

Das Hausarztzentrum Versbach informiert seine Patientinnen und Patienten aktiv: „Vor der Benutzung holen wir Ihr Einverständnis ein, wenn Ihnen das zu unsicher vorkommt, dürfen Sie natürlich auch ablehnen, ohne dass Ihnen Nachteile in der Behandlung entstehen." Diese Offenheit nimmt der Situation die Schwere.

Die rechtliche Seite kurz erklärt: Einwilligung ohne Formular-Aufwand

Seit der Reform erlaubt § 203 StGB die Einbindung externer Dienstleister für die Dokumentation, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:

Anforderung nach § 203 StGB Bei Noa Notes
Dienstleister zur Geheimhaltung verpflichtet Fester Bestandteil jedes Vertrags
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) Liegt vor
Einmalige Patienteneinwilligung Textbaustein in der Datenschutzerklärung reicht, plus empfohlener mündlicher Hinweis
Widerrufsrecht Jederzeit möglich, Tool wird für diese Person dann nicht mehr verwendet

Diese Punkte sind wichtig, ersetzen aber nicht die eigene sorgfältige Prüfung im Einzelfall, ein wichtiger Baustein unter mehreren, keine abschließende Checkliste. Mehr zu den rechtlichen Grundlagen der ärztlichen Schweigepflicht lesen Sie in unserem Leitfaden dazu.

Jameda-CEO Constanze Stypula bringt es in einem Interview mit dem Krankenhaus-IT Journal auf den Punkt: „Niemand braucht noch ein zusätzliches IT-Projekt. KI muss sich in den Arbeitsalltag einfügen, nicht umgekehrt." Und weiter: „Die Verantwortung bleibt beim Menschen. KI unterstützt, sie entscheidet nicht." Genau diese Verantwortungsteilung ist es, die Sie Ihren Patientinnen und Patienten vermitteln.

Datenschutz als Vertrauensargument: „Die Daten bleiben in Deutschland"

Datenschutz gilt bei vielen Ärztinnen und Ärzten als größtes Kaufhindernis, dabei lässt er sich proaktiv kommuniziert in ein Vertrauensargument verwandeln:

  • Audiodaten werden ausschließlich auf Servern in Frankfurt am Main verarbeitet und nach maximal 72 Stunden automatisch gelöscht.
  • Patientendaten fließen zu keinem Zeitpunkt in das Training von KI-Modellen ein.
  • Noa Notes erfüllt den Standard ISO/IEC 27001 und ist BSI C5 Typ 2-zertifiziert.
  • Jameda GmbH ist als europäisches Unternehmen nicht dem US-amerikanischen CLOUD Act unterworfen.

Diese Zertifizierungen sind wichtige Qualitätsmerkmale, sie sind jedoch Bausteine und keine abschließende Checkliste für vollständige DSGVO-Konformität, diese ergibt sich erst aus dem Zusammenspiel technischer, organisatorischer und vertraglicher Maßnahmen. Ein einfacher, aber belastbarer Satz für das Patientengespräch: Die Daten bleiben in Deutschland. Das zählt gerade bei sensiblen Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO, dieser besonderen Kategorie personenbezogener Daten, ganz sachlich erklärt, ohne Alarmton.

Wie Noa Notes Sie bei der Patientenkommunikation konkret unterstützt

Noa Notes liefert nicht nur die technische Dokumentationslösung, sondern auch die kommunikative Grundlage für das Patientengespräch: das Muster-Skript aus dem vorherigen Abschnitt, einen fertigen Datenschutz-Textbaustein für Ihre Datenschutzerklärung und die belastbaren Zertifizierungs-Fakten, mit denen Sie skeptische Patientinnen und Patienten überzeugen. Die Lösung wird von der Jameda GmbH entwickelt, Teil der internationalen DocPlanner-Gruppe, und bereits von über 2.000 Ärztinnen und Ärzten in Deutschland genutzt.

Im Schnitt reduziert Noa Notes die Dokumentationszeit um 75 %, das bedeutet in der Praxis: mehr Blickkontakt statt Bildschirmzeit, genau der Effekt, den auch die eingangs zitierten Studien als vertrauensbildend beschreiben. Wichtig bleibt dabei die ärztliche Prüf- und Freigabepflicht: Sie prüfen das Ergebnis und geben es frei, bevor es in die Patientenakte eingeht, Noa Notes trifft keine medizinischen Entscheidungen und stellt keine Diagnosen.

Sicherheit durch Vorbereitung: Der beste Moment ist das nächste Gespräch

Die wichtigsten Punkte für die Erklärung im Sprechzimmer, kurz zusammengefasst:

  • Ablehnung ist die Ausnahme: Nur 20 % der Patientinnen und Patienten lehnen KI in der medizinischen Versorgung grundsätzlich ab, die große Mehrheit ist offen dafür.
  • 30 Sekunden genügen: Ein kurzer, vorbereiteter Satz zu Gesprächsbeginn reicht als mündlicher Hinweis, ein eigenes Formular ist nicht erforderlich.
  • Ablehnung bleibt folgenlos: Wer widerspricht, wird für diese eine Konsultation einfach nicht dokumentiert, ohne Nachteile in der Behandlung.
  • Vertrauen entsteht durch Klarheit: Eine klare, vorbereitete Formulierung entscheidet darüber, wie das Gespräch beim Patienten ankommt.
  • Die Einrichtung ist schnell erledigt: 15 Minuten ohne PVS-Anbindung, 45 Minuten inklusive PVS-Integration, jeweils ganz ohne IT-Kenntnisse.
  • Das nächste Gespräch ist der richtige Moment: Jetzt kostenlos testen und die Erklärung gleich mitliefern.

FAQ

Was mache ich, wenn eine Patientin oder ein Patient die Nutzung von Noa Notes ablehnt?

Nutzen Sie Noa Notes für diese eine Konsultation einfach nicht, wie es auch das Hausarztzentrum Versbach seinen Patientinnen und Patienten ausdrücklich anbietet. Eine Ablehnung hat keinerlei Nachteile für die Behandlung. Die erteilte Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen, ab diesem Zeitpunkt darf das Tool für die betreffende Person nicht mehr verwendet werden. Dokumentieren Sie das Gespräch in diesem Fall wie gewohnt manuell weiter.

Muss ich vor jeder einzelnen Konsultation erneut eine Einwilligung meiner Patientinnen und Patienten einholen?

Nein, eine einmalige Einwilligung, schriftlich oder mündlich, reicht grundsätzlich aus. Aus Transparenzgründen empfiehlt es sich dennoch, zu Beginn jedes Gesprächs kurz mündlich darauf hinzuweisen, dass Noa Notes mitläuft. Das dauert wenige Sekunden und schafft zusätzliches Vertrauen, ohne dass ein neues Formular oder eine erneute schriftliche Zustimmung erforderlich wäre.

Wie erkläre ich älteren Patientinnen und Patienten, die mit Digitalisierung wenig vertraut sind, den Einsatz von KI verständlich?

Verzichten Sie auf technische Details und konzentrieren Sie sich auf den Nutzen: Sie können sich während des Gesprächs voll auf die Person konzentrieren, statt auf dem Bildschirm mitzuschreiben. Betonen Sie, dass sich an der eigentlichen Behandlung nichts ändert, Sie prüfen und verantworten weiterhin jede Dokumentation selbst. Einfache Sprache überzeugt hier mehr als jede technische Erklärung.

Verstößt der Einsatz eines KI-Dokumentationsassistenten wie Noa Notes gegen die ärztliche Schweigepflicht nach § 203 StGB?

Die ärztliche Schweigepflicht gilt auch beim Einsatz externer digitaler Lösungen, der Anbieter muss zur Geheimhaltung verpflichtet sein und ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit entsprechender § 203-Verpflichtung muss vorliegen. Bei Noa Notes ist beides fester Bestandteil jedes Vertrags nach § 203 StGB. Das ist ein wichtiger Baustein für den rechtskonformen Einsatz, ersetzt aber nicht die eigene sorgfältige Prüfung im Einzelfall.

Hinweis: Noa Notes erstellt Dokumentationsentwürfe, keine Diagnosen oder Therapieempfehlungen. Die abschließende Prüfung und Freigabe jeder Dokumentation liegt immer bei der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Noa Notes ist als Medizinprodukt der Klasse I nach der Verordnung (EU) 2017/745 (MDR) zertifiziert.


Martina | Jameda Redaktion

Über den Autor

Martina | Jameda Redaktion

Beginnen Sie schon heute, Zeit mit KI zu sparen

Mit dem Dokumentationsassistenten Noa Notes sparen Sie schon heute 2 Stunden täglich. Testen Sie jetzt Noa Notes!

Ähnliche Beiträge